Was macht einen guten Gesang aus? Zu den Basics gehört, das Singen ganzheitlich zu betrachten, d.h. der ganze Körper und der Geist formen zusammen das Instrument Stimme. Die richtige Körperhaltung und Atemtechnik sind deshalb das Fundament für einen gesunden und natürlichen Stimmgebrauch.
Die Qualität des Instruments Stimme wird maßgeblich bestimmt durch den Stimmumfang, das Stimmvolumen und durch einen natürlichen, offenen Stimmklang. Beeinflusst wird diese sogenannte Stimmqualität u.a. durch Köperhaltung, Körperspannung, Atmung, den gesundheitlichen und den emotionalen Zustand.
Ob du beim Singen stehst oder lieber sitzen möchtest ist im Grunde egal, Hauptsache du tust beides AUFRECHT! Die Aufrichtung der Wirbelsäule ist wichtig, da durch die Knochenleitung über den Wirbelkanal die Schwingungen in die Resonanzräume geleitet werden, wo der Ton verstärkt wird. Außerdem werden durch die Aufrichtung Atemräume erschlossen. Bleibe trotzdem locker, achte darauf, dass du dich nicht verkrampfst.
Dehnung ist wichtig zur Lockerung, Kräftigung und Öffnung. Dehnung erweitert das Atemvolumen und öffnet Resonanzräume und somit beeinflusst dies direkt die Qualität deiner Stimme.
Breite Deine Arme aus, halte sie parallel zum Boden. Der Abstand zwischen den Füßen beträgt ca. 0,5 – 1 Meter. Richte den Blick nach rechts und bewege Deinen Oberkörper möglichst gerade zur rechten Seite, deine rechte Hand berührt das rechte Bein. Strecke den linken Arm senkrecht nach oben. Der Oberkörper bleibt gerade. Atme weiter und spüre die Dehnung. Wechsel die Seite und wiederhole die Übung mindestens 3 mal.
Die zum Singen geeignete Atmung ist die „Vollatmung“. Hierbei werden die 3 natürlichen Atmungsarten – Rippenatmung, Bauch- und Tiefatmung (Zwerchfell-Flankenatmung) miteinander kombiniert. Somit nehmen alle Atemräume an der Atmung teil und der Köper kann besser mit Sauerstoff und Energie versorgt werden.
Lege beide Hände auf den Bauch und achte beim Einatmen durch die Nase auf die ausdehnende Bewegung der Bauchdecke. Lenke den Atem bewußt in die Tiefe, z.B. in Deine Hände. Alle Muskeln im Körper sind entspannt, die Schultern locker und bewegen sich während der Atmung kaum. Wiederhole diese Übung mindestens 3 mal.
Umfasse mit deinen Händen die Rippenbögen und achte beim Einatmen durch die Nase auf eine ausdehnende Bewegung. Atme nun gezielt in die Rippenbögen. Die Schultern bleiben locker und sollten sich nicht nach oben ziehen. Bleibe geduldig, ein Ergebnis stellt sich erst nach einigem Üben ein. Wiederhole diese Übung mindestens 3 mal.
Lege die Oberflächen deiner Hände auf den oberen Rücken (so weit wie angenehm). Auch hier kannst Du Deinen Atem bewusst in die Regionen des Rückens lenken. Du kannst während der Übung die Position der Hände in die Tiefe des Rückens variieren. Wiederhole diese Übung so oft wie angenehm.